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Zentralklinik Bad Berka | 22.05.2019

Neues Herzkatheter Labor

Bad Berka, 22. Mai 2019 --- Das neue elektrophysiologische Herzkatheter Labor der Zentralklinik ist in Betrieb gegangen. Nach einer Umbauzeit von 3 Wochen sind nun die Katheter-Untersuchungen des elektrischen Systems bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen noch strahlungsärmer möglich. Rund 800.000 Euro investierte die Zentralklinik in das neue Labor mit zwei Röntgen Aufnahmeebenen, neuer Soft- und Hardware und einem speziellen Großbildmonitor.

„Dank dieser Voraussetzungen können die Befunde während der Untersuchung besser visualisiert werden. Durch die aktuelle Software der Röntgenanlage lassen sich dreidimensionale Modelle des Herzens rekonstruieren, was bei der Ablation, d. h. Verödung der für die Rhythmusstörung verantwortlichen Stellen im Herzen enorm hilfreich ist“, erklärt Prof. Christoph Geller, Chefarzt der Abteilung für Rhythmologie und invasive Elektrophysiologie.

Obwohl die Strahlenbelastung vor dem Umbau schon im niedrigen Bereich lag (große Teile der elektrophysiologischen Untersuchung werden schon seit Jahren ohne Röntgenstrahlung durchgeführt, dabei bedient man sich bei der Lokalisierung der Katheter spezieller Impedanz Messungen und einer Magnetnavigation), ermöglicht die neue Anlagezudem eine weitere Reduktion der Strahlenbelastung um etwa 30%.
„So ist inzwischen die Behandlung auch von sehr komplexen Herzrhythmusstörungen im Katheterlabor möglich“, so Prof. Geller. Rund 2% der Gesamtbevölkerung leiden unter Vorhofflimmern (einer Rhythmusstörung mit sehr unregelmäßiger Pulsabfolge). „Die Zahl der Patienten mit Herzrhythmusstörungen steigt. Schonendere Behandlungen anzubieten, halte ich für daher für essentiell, und die neue Technik hilft uns dabei.“


© Delf Zeh/Zentralklinik