A A A
Bereichsnavigation
Vorherige
Zentralklinik Bad Berka | 11.05.2019

150 Patienten bei NET-Universität

Bad Berka, 11. Mai 2019 --- Rund 150 Gäste aus ganz Deutschland besuchten am heutigen Samstag die NET-Universität des Zentrums für Neuroendokrine Tumore der Zentralklinik Bad Berka. Die Veranstaltung thematisierte aktuelle Behandlungsmöglichkeiten dieser seltenen, hormonbildenden Tumore und widmete sich zudem dem 20-jährigen Jubiläum der molekularen Radiotherapie an der Zentralklinik Bad Berka.

„Diese seltenen neuroendokrinen Tumore zu diagnostizieren und zu behandeln, ist interdisziplinäre, für jeden Patienten maßgeschneiderte Spitzenmedizin. Eine große Rolle spielt hierbei die in den 90er Jahren eingeführte Radiorezeptortherapie. Mit 6000 Behandlungen an der Zentralklinik haben wir das Prinzip der richtigen Behandlung für den richtigen Patienten zur richtigen Zeit erfolgreich umgesetzt. Das Konzept unserer personalisierten Gesundheitsfürsorge schließt alle Akteure mit ein und darauf können wir stolz sein. Ein weiterer Schritt ist die zukünftig noch zielgerichtetere molekulare Radiotherapie, die sich zur Präzisionsonkologie entwickeln wird“, erklärt Prof. Richard Baum, Chefarzt der Klinik für Molekulare Radiotherapie.

Zu den diesjährigen Themen der Tagung gehörten u. a. die Möglichkeiten der molekularen Radiotherapie, neue Forschungsergebnisse und Entwicklungen bei der Diagnostik und Behandlung neuroendokriner Tumore, die Auswirkungen ionisierter Strahlung auf die Gesundheit, Neuigkeiten zum Einsatz von speziellen Medikamenten, die Zusammenhänge zwischen neuroendokrinen Tumoren und der Herzgesundheit sowie die beste Ernährung für Patienten mit diesen Tumoren.

Seit März 2011 ist das Zentrum für Neuroendokrine Tumore an der Zentralklinik Bad Berka zertifiziertes Exzellenzzentrum der "European Neuroendocrine Tumor Society" (ENETS) und damit das einzige Zentrum dieser Art in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Deutschlandweit gibt es sieben zertifizierte Zentren.

Zum Zentrum gehören die Klinik für Molekulare Radiotherapie/Zentrum für Molekulare Bildgebung, die Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Endokrinologie, die Klinik für Allgemeine Chirurgie/Viszeralchirurgie, das Zentrum für diagnostische Radiologie und interventionelle Radiologie. Jährlich werden mehrere hundert Patienten aus ganz Deutschland und auch dem Ausland behandelt.

„Unser ENETS-Zentrum lebt ein persönliches Arzt-Patienten-Verhältnis. Das hat auch dieser Tag in vielen Gesprächen belegt. Ich habe mich über das Interesse unserer Patienten und das darin zum Ausdruck gebrachte besondere Vertrauensverhältnis sehr gefreut“, so der Chefarzt.


© Delf Zeh/Zentralklinik