Bad Berka, 25. Juni 2026 --- Viel trinken, Sonne meiden, nicht überanstrengen – die allgemeingültigen Tipps für die heißen Tage kennt jeder. Der Chefarzt des Interdisziplinären Notfallzentrums der Zentralklinik Bad Berka, Dr. Christian Hohenstein, rät bei starkem Schwitzen beim Arbeiten oder Sport auch zu einer höheren Mineralienaufnahme. „Wer sich körperlich bewegt und viel schwitzt, sollte auch mal zu salzreicherer Kost greifen, um das Defizit auszugleichen. Natrium, Magnesium und Calcium gehen bei diesen Temperaturen durch das Schwitzen schnell verloren. Deshalb ist es ratsam, auch entsprechend angereicherte Mineralwässer zu trinken. Herz- und nierenkranke Menschen sollten allerdings aufpassen und ihren Arzt oder ihre Ärztin befragen, welche Wassersorten und -mengen für sie geeignet sind“.
Zudem sollten große Mengen Getränke nicht auf einmal, sondern aufgeteilt getrunken werden. „Ein Glas Wasser pro Stunde fällt auch Menschen leicht, die sonst nicht auf ihre Flüssigkeitsmenge kommen. Der Körper kann ohnehin pro Stunde nur 500 bis 800 ml aufnehmen“, so der Chefarzt. Dieser Rat gelte auch für ältere Menschen, die aufgrund von fehlendem Durstgefühl in einen Flüssigkeitsmangel geraten und so auch gefährdeter sind, einen Hitzekrampf zu bekommen.
Generell gelte: „Vor allem ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder des Stoffwechsels müssen in dieser Jahreszeit besonders vorsichtig sein. Bei zunehmenden Beschwerden, z. B. Verwirrtheitszuständen, massivem Blutdruckabfall, Hitzeschlag, Kollaps oder Krämpfen sollte sofort ein Arzt aufgesucht oder die 112 angerufen werden“.