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Zentralklinik Bad Berka | 05.04.2024

Zentralklinik als Vorhofflimmerzentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert

Bad Berka, 5. April 2024 --- Die Zentralklinik ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Vorhofflimmerzentrum zertifiziert worden. Neben der Kompetenz wurden die Prozess- und Strukturqualität, die technische Ausstattung und das Komplikationsmanagement überprüft.
Mit der Zertifizierung wurden der Klinik hohe Therapiestandards in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen attestiert.

In der Abteilung für Rhythmologie und invasive Elektrophysiologie des Herzzentrums werden jährlich rund 800 Ablationen von teilweise sehr komplexen Herzrhythmusstörungen durchgeführt. Damit ist die Klinik das größte Zentrum für derartige Eingriffe in Thüringen.

„Mein Team und ich freuen uns über diese Anerkennung der Behandlungsqualität. Unser Ziel ist eine hohe Erfolgs- und niedrige Komplikationsrate zum Wohle der Patienten. Die Auszeichnung ist eine Würdigung der Arbeit der schon seit vielen Jahren an der Klinik tätigen Fachärzte, besonderer Dank gilt zudem unseren hochspezialisierten Pflegekräften“, erklärt Prof. Christoph Geller, Chefarzt der Abteilung für Rhythmologie und invasive Elektrophysiologie am Herzzentrum.

Vorhofflimmern ist die häufigste klinische Herzrhythmusstörung, knapp zwei Millionen Menschen leiden in Deutschland an dieser Arrhythmie. Doch nicht jeder Betroffene weiß von diesem unregelmäßigen Herzschlag. „Teilweise macht Vorhofflimmern sehr ausgeprägte Beschwerden und diese Patienten gehen relativ rasch zum Arzt. Dann gibt es aber auch Patienten, die kaum oder nur sehr indirekte Anzeichen für das Vorliegen dieser Herzrhythmusstörung haben. Herzklopfen, Herzrasen, unregelmäßiger Puls, einige merken das, aber andere merken das eher nicht, sondern sind mit den Folgen konfrontiert: eine schwindende Belastbarkeit, Brustschmerzen, Schwindel, es wird einem schwarz vor Augen bis zur Bewusstlosigkeit“, erklärt der Chefarzt. Er empfiehlt, bei solchen unklaren Beschwerden mit einer Smartwatch ein EKG bei solch episodenartig auftretenden Beschwerden zu erstellen. „Ein EKG ist nun einmal die einzige Möglichkeit, eine Rhythmusstörung zu dokumentieren, es ist der Schlüssel zur weiteren Therapie. Früher war das mitunter nicht einfach, heute kann nahezu jeder selber mit Hilfe moderner Technologie ein Anfalls-EKG anfertigen und beim nächsten Arztbesuch vorlegen“, so Prof. Geller.

Bei der Behandlung spielt heute die Ablation im Vergleich zu einer dauerhaften antiarrhythmischen Medikation eine zunehmende Rolle. Bei der Ablation werden mithilfe eines Katheters krankhafte Erregungsherde, die den Herzrhythmus stören, durch Hitze- oder Kälteenergie verödet und dadurch gezielt unterbunden. Um zielgenau den Ursprungsort für das Vorhofflimmern am Herzmuskel zerstören zu können, arbeiten die Rhythmologen mit dreidimensionalen Bildverfahren, die ein virtuelles Herz entstehen lassen und in einer Art Landkarte den Ursprungsort der Arrhythmie sehr genau lokalisieren.

Prof. Christoph Geller, Chefarzt der Abteilung für Rhythmologie und invasive Elektrophysiologie am Herzzentrum

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