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Zentralklinik Bad Berka | 09.10.2026

Aortenklappenstenose: Herzzentrum der Zentralklinik bietet neue minimal-invasive MICLAT-Technik

Bad Berka, 7. Oktober 2026 --- Das Herzzentrum der Zentralklinik Bad Berka hat eine neue, besonders schonende Operationsmethode für Patienten mit Aortenklappenstenose etabliert. Bereits 45 Patienten wurden mit der sogenannten MICLAT-Technik operiert.

Bei der MICLAT-Technik erfolgt der Eingriff über einen kleinen seitlichen Zugang rechts am Brustkorb. Auf eine Eröffnung des Brustbeins kann vollständig verzichtet werden. Der kurze seitliche Schnitt ermöglicht einen besonders schonenden Zugang zum Herzen und bietet zugleich kosmetische Vorteile und weniger Schmerzen. Die Erholung nach dem Eingriff erfolgt deutlich rascher.

„Wir können heute eine Aortenklappe ersetzen, ohne das Brustbein zu eröffnen. Dabei bleibt ein entscheidender Vorteil der Operation erhalten: Die erkrankte Klappe wird vollständig entfernt und wir können für jeden Patienten die passende biologische oder mechanische Klappenprothese auswählen. Gleichzeitig ist beispielsweise das Risiko, nach dem Eingriff einen Herzschrittmacher zu benötigen, geringer als nach einem kathetergestützten Klappenersatz. Entscheidend ist aber für jeden Patienten individuell die richtige Methode anzubieten“, erklärt Prof. Dr. Sabine Bleiziffer, Chefärztin der Klinik für Herzchirurgie.

Die Aortenklappenstenose ist einer der häufigsten Herzklappenfehler. Der chirurgische Aortenklappenersatz ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Aortenklappenerkrankungen. In Deutschland werden jährlich rund 15.000 Aortenklappen operativ ersetzt. Etwa 10.000 Eingriffe erfolgen als alleinige Aortenklappenoperation, rund die Hälfte davon minimal-invasiv über einen kleineren Zugang anstelle einer vollständigen Eröffnung des Brustbeins.
Weitere etwa 5.000 Aortenklappen werden im Rahmen kombinierter Herzoperationen, beispielsweise gemeinsam mit einer Bypassoperation, ersetzt. Dem stehen jährlich rund 27.000 kathetergestützte Aortenklappenimplantationen (TAVI) gegenüber.

Am Herzzentrum der Zentralklinik Bad Berka stehen sämtliche moderne Verfahren zur Behandlung von Aortenklappenerkrankungen zur Verfügung – von der kathetergestützten TAVI über minimal-invasive Operationstechniken bis hin zu komplexen chirurgischen Eingriffen. Welche Therapie zum Einsatz kommt, entscheiden die Kardiologen und Herzchirurgen gemeinsam im interdisziplinären Herzteam. „Unser Vorteil in Bad Berka ist, dass wir alle Optionen haben. Die kardiologischen Kollegen und wir Herzchirurgen schauen gemeinsam darauf, was für den einzelnen Patienten heute die beste Behandlung ist und welche Möglichkeiten wir ihm damit für die Zukunft erhalten. Gerade bei jüngeren Patienten spielt dieses Lebenszeitmanagement eine wichtige Rolle. Die beste Therapie ist diejenige, die am besten zum Patienten, zu seiner Anatomie und zu seiner Lebensperspektive passt.“

© privat/Zentralklinik

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